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Mineralien tanken mit Gemüsesäften: Ernährungsumstellung Stufe 2

by Stefan Kutter on 1. Juli 2015

Gemüse ist ein wahrer Heilsbringer in der frühen Phase einer schonenden Ernährungsumstellung. Den Grund dafür verdeutlicht ein Vergleich der jeweils vorwiegenden Rollen der drei wichtigsten lebendigen und natürlichen Nahrungsgruppen in einer Ernährungsumstellung nach Walker:

  • Gemüse nährt,
  • Obst entschlackt und
  • grünes Blattgemüse und insbesondere Wildkräuter nähren und entschlacken besonders stark.

2. „Mehr Gemüse“ Bewertung dieser Umstellungsstufe:

Entlastung: hoch – durch Säureneutralisation und leichte Verdaulichkeit
Entgiftung: mäßig durch rohes Gemüse
Substanzaufbau: sehr hoch durch Mineralien und weitere Vitalstoffe
Erfolgsgeschwindigkeit: mittel: Tage bis Wochen
Gemüsesäfte: rote beete, Karotte und SelerieWir sind [in den Grundlagen des Vitalkostprogramms] ausführlich genug durch die möglichen Komplikationen von Umstellungen gegangen um zu wissen, dass Entgiftungsförderer nicht die erste Wahl für den sicheren Start sind. Gemüse ist durch seine relativ gute Verdaulichkeit, den hohen Wasser-, sowie Vitalstoffgehalt und die basische Wirkung die optimale Wahl zur Regeneration.

Die wichtigste Eigenschaft des Gemüses ist sein hoher Mineralstoffgehalt. Der zweite Trumpf ist neben der Vitalstoffdichte der relativ hohe Anteil leicht verdaulicher Proteine. Karotten oder Kürbisse enthalten ca. 16 % ihres Brennwertes als Proteine. Das reicht bei hoher Verzehrmenge sogar als alleinige Proteinquelle, wenn Sie zusätzlich keine hohen Zucker- und Stärkemengen essen. Zur Verarbeitung großer Mengen isolierter und komplexer Kohlenhydrate (Haushaltszucker, Stärke) braucht der Körper mehr Protein, was ein Grund für den plötzlichen Appetit auf Deftiges nach hochkonzentrierten Kohlenhydratrationen ist.

Mehr Wasser löst mehr Säure –jetzt müssen die Basen geliefert werden

Der Körper benötigt bei der Entschlackung größere Mengen an Mineralien, um Schlackstoffe wie Harnsäure schadfrei ausscheiden zu können. Genau diesen Prozess haben wir durch die höheren Wassermengen [in Stufe 1] angestoßen und müssen jetzt die Mineralien liefern. Wenn wir zunächst unterstellen, dass:

  • viele Menschen an chronischem Mineralstoffmangel leiden, was Organe, Knochen und Zähne belastet,
  • allein schon für die Entschlackung große Mineralstoffmengen verbraucht werden,
  • wir auf Ergänzungsmittel verzichten,

dann wird klar: wir brauchen sehr viel Gemüse! Sicherlich ist es gut, einfach den Speiseplan um rohes Gemüse zu ergänzen. Im rohen Zustand sind die Nährstoffe unbeschädigt. Gemüse wie Porree, Kohlarten oder Sellerie sowie derbes Blattgemüse wie Grünkohl sind zwar sehr gute Basenminerallieferanten, sie haben aber auch einen problematisch hohen Anteil unlöslicher Ballaststoffe. Der Faser- und ggf. Reizstoffreichtum einiger Gemüse begrenzt die in rohem Zustand verträglichen Mengen.
Neben den Verdauungsproblemen birgt rohes Gemüse bereits ein bemerkenswertes Entgiftungspotential. Das kann für Menschen, die vorher überwiegend gegarte Produkte gegessen haben, problematisch werden. In extremen Fällen kann das dazu führen, dass die Vitalstoffversorgung mit dem Entschlackungsdrang nicht ausreichend mithalten kann und Vergiftungssymptome auftreten.
Für die beiden Probleme gibt es im Wesentlichen zwei Strategien zur Abhilfe:

  • nahezu faserfrei sind rohe, frisch zubereitete Gemüsesäfte
  • deutlich geringeres Entgiftungspotential haben alle gegarten Gemüse

…beispielsweise in Gemüsesuppen oder als gedämpftes Gemüse Die erste Variante ist mein Favorit: Damit ist eine natürliche Nährstoffversorgung für die hungrigen Zellen gesichert. Ersetzen Sie einfach das späte Frühstück durch ein großes Glas Gemüsesaft. Über den Tag verteilt ist mehr als ein Liter Gemüsesaft vorübergehend kein Übermaß – aber bestimmen Sie
das selbst je nach Geschmack und Verträglichkeit.

Der FrischsaftKlassiker: 60% Karotte, Rest Staudensellerie und Apfel oder Zitrone

karotteDer Entsaftungs-Allrounder ist die Karotte. Ihr Saft ist so gehaltvoll und leicht verträglich, dass
er Ernährungsphysiologen lange in blanke Verzückung versetzte. Allerdings hat sie auch verhältnismäßig viel Fruchtzucker. Der derbere Mineralstoff-Booster ist hingegen Staudensellerie.
Der Saft schmeckt förmlich salzig. Falls Sie Heißhunger auf Staudensellerie bekommen, dann haben Sie möglicherweise Bedarf an mehr Natrium – probieren Sie dann ein gutes Stein- oder Meersalz. Dies sollte chemisch unbehandelt sein und sehr sparsam dosiert werden. Für ein Gramm Speisesalz (die Menge in einem knappen Pfund Sellerie) braucht der Körper über 100 g freies Wasser zur Neutralisierung. Ein milder Entsaftungsklassiker ist die Salatgurke. Sie besteht überspitzt gesagt fast nur aus Wasser und Mineralien, unterstützt aber auch die Entwässerung
über die Nieren. Weitere Gemüsesaft-Klassiker sind Rote Bete, Zucchini bzw.
Kürbis, Steckrüben oder auch Kohl, falls Ihnen die darin enthaltenen scharfen Senfstoffe zusagen.

SelerieKombinieren Sie nach Belieben und Geschmack, aber mischen Sie Gemüsesaft nicht mit hohem  Obstanteil. Obstsaft ist deutlich zuckerreicher und wird anders verdaut, was gemischte Säfte etwas unverträglicher macht. Wenn Sie den Saft süßer mögen, können Sie zunächst den Karottenanteil erhöhen, denn deren Saft schmeckt verglichen mit anderen Gemüsen bereits sehr süß. Karotte verträgt sich auch erstaunlich gut mit Apfel. Diese Kombination ist so fruchtig-süß und dennoch gut verträglich, dass sich selbst Gemüsemuffel dafür begeistern lassen. Wenn Sie empfindlich auf Fruchtzucker reagieren oder keinen raschen Blutzuckeranstieg und die folgende Insulinschwankung und Unterzuckerung riskieren möchten, dann nehmen Sie nur wenig Karotte, dafür mehr Gurke und Sellerie und geben als Fruchtnote Zitronensaft hinzu.

Gedämpftes Gemüse: leicht verdaulich und sättigend

Die zweite Variante – gegartes Gemüse – ist geeignet zur Moderation von Entgiftungssymptomen. Kochen oder dämpfen Sie einfach eine große Menge der oben genannten Gemüse als vollwertige Mahlzeit oder als Ergänzung Ihrer gewohnten Kost. Falls Sie ein Bedürfnis nach mehr Energie spüren, fügen Sie Kartoffeln oder Süßkartoffeln hinzu, diese haben den höchsten Kohlenhydratgehalt unter den gängigen Gemüsen. Süßkartoffeln können auch roh gegessen werden. Dem gegarten Gemüse können Sie auch bedenkenlos grünes Blattgemüse hinzufügen, da die Entgiftungswirkung durch das Erhitzen stark abgeschwächt wird, die Mineralien und Proteine jedoch zum Teil erhalten bleiben.
Grundsätzlich eignen sich alle Gemüse, auf die Sie Appetit haben oder die zumindest keine Abneigung bei Ihnen erzeugen. Eine Ausnahme können Nachtschattengewächse wie Tomaten und Paprika sein. Einige Menschen reagieren empfindlich auf deren Problemstoffe (Saponine). Wenn das bei Ihnen der Fall ist, verzichten Sie zusätzlich auch auf Kartoffeln. Sie gehören zur gleichen Gattung und enthalten ähnliche Problemstoffe.

Bitte seien Sie skeptisch gegenüber jeder Art der künstlichen Mineralstoffversorgung – ganz besonders bei Kalziumpräparaten. Viele Mineralverbindungen können vom Körper nicht konstruktiv verwendet werden. Sie werden gegebenenfalls als Plaque in den Gefäßen und im Darm, als Kalziumsteine in Entgiftungsorganen und als eine Art Zement im Bindegewebe abgelagert.
Außerdem können sie Zysten fördern und die Nervenregulation sowie Darmfunktion stören. Das gilt vor allem für Mineralpräparate mit einfachen Carbonaten, die für vielerlei Lebensmittelzusätze und als billiges Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden. Wegen der Kombination mit säurebildenden Eiweißen gilt das auch für das Kalzium der Milch – gerade bei pasteurisierten und ultrahocherhitzten Milchprodukten. Wir brauchen organisch verfügbare Vitalstoffkombinationen aus möglichst lebendiger und alkalischer Pflanzennahrung zum Auffüllen der Mineralstoffspeicher und Ausschwemmen der Schlacken.

Konservierte Gemüsesäfte sind kein Vergleich zum Frischsaft

Abgepackte Gemüsesäfte sind nicht annähernd so gut wie Frischsaft. Sie sind zwar sicherlich deutlich gesünder als Softdrinks, aber wenn Sie sich anschauen, was alles undeklariert zugesetzt werden darf und wenn man bedenkt, dass durch die Verarbeitung ein Großteil des Vitalwertes verloren geht, sind Sie mit reinem Wasser wahrscheinlich besser bedient.

Leicht verträgliche Obstsorten

papayaFalls Sie sich mit Gemüse als erste Mahlzeit des Tages nicht anfreunden mögen, können Sie auch mit leicht verträglichem Obst starten. Melonen stammen aus der Familie der Kürbisgewächse und sind in sämtlichen Variationen gut als Frühstück oder zur Überbrückung bis
zur nächsten Gemüseration geeignet. Die tropische Papaya, auch bekannt als Baummelone, ist ebenfalls eine gute Alternative zu Gemüserationen. Die vitale Variante zum sehr energiereichen Getreide- und Marmeladenfrühstück ist die Banane. Mit ihr sind selbst Hochleistungssportler gut versorgt. Die Banane ist der einsame Spitzenreiter in Sachen Energiegehalt und liegt sogar noch vor der Kartoffel. Obst liefert im Allgemeinen mehr Energie als Gemüse.
Das hilft insbesondere Menschen, die ein kräftiges Frühstück gewohnt sind. Gerade saures Obst entgiftet und belastet allerdings auch stärker, tasten Sie sich also vorsichtig heran –das gilt auch für Basenkonzentrate.

„die Mineraltabletten können Sie getrost über Ihr Gartenbeet streuen und warten, bis die Gemüsepflanzen etwas Verwertbares für Sie daraus machen“ u. V.

Ergänzungsmittel als Mineralienlieferant

Als kurzfristige Hilfsmittel zur Remineralisierung des Körpers haben sich in
der Praxis bewährt:

  • Mineralerden oder Naturzeolithe liefern wichtige Spurenelemente. Sie helfen, Giftstoffe im Darm zu binden, wodurch gefährliche Rückvergiftungen über den Darm vermindert werden.
  • Bäder und Fußbäder mit Natron oder basischen Badezusätzen helfen dabei, Säuren über die Haut auszuscheiden und schonen dadurch den inneren Mineralhaushalt bzw. erleichtern die Entschlackung. Das ist ein altes Hausmittel, welches Sie unbedingt probieren sollten.
  • Nutzung von basischem Wasser aus Wasserionisatoren. Durch Elektrolyse alkalisiertes Wasser hat zusätzlich einen hohen Ionengehalt, der sich positiv auf das antioxidative Potential des Körpers auswirken kann. Dieser Punkt ist umstritten, insb. wegen der Störung der Säuregrade in Magen und Dünndarm.

Bitte nutzen Sie Basenkonzentrate -wenn überhaupt- nur vorübergehend
und mit ausreichend Wasser und beobachten Sie evtl. Beeinträchtigungen
wie Reizung des Dünndarms oder verminderte Magensäure (Verdauungsprobleme) als Warnsignale. Normalerweise kommt man mit Gemüsesäften, rohen Gemüsezubereitungen, wie sie im Rezeptteil vorgestellt sind und der äußeren Unterstützung durch Basenbäder bereits sehr gut voran.

Erfolgscheck

Der Erfolgscheck für diese Stufe ist relativ einfach: Sie fühlen sich besser. Eine qualifiziertere Bewertung ist erst zusammen mit der nächsten Stufe sinnvoll. Versuchen Sie einfach für ein bis zwei Wochen so viel Gemüse aufzunehmen, wie es für Sie noch angenehm ist und starten Sie dann mit der nächsten Stufe. Wenn der Körper genug vom Gemüse hat, wird Ihr Appetit Sie ganz automatisch in Richtung Obst oder höheren Grünanteil leiten.

Diese Stufe ist Teil des 10-Stufigen Programms: „ERFOLGREICHE UMSTELLUNG AUF VITALKOST-ERNÄHRUNG: So wechseln Sie einfach, sicher und genussvoll zu einer wirklich gesunden Ernährungsweise“ von Stefan Kutter

Elemente des Programms und weitere hilfreiche Informationen finden Sie zusammen mit Rezeptvideos im Gratis Start-Set, das Sie in der Box unter diesem Artikel oder hier anfordern können.

Stefan KutterMineralien tanken mit Gemüsesäften: Ernährungsumstellung Stufe 2