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Besser als Wasser: die einfachste Detox-Routine

by Stefan Kutter on 3. November 2013

Unterstützen Sie Ihren Körper einfach, günstig und wirkungsvoll bei der täglichen Selbstreinigung mit morgendlichen Absorber-Drinks

Lösliche Ballaststoffe und einige Mineralsedimente haben erstaunliches Entgiftungspotential. Aus ihnen lassen sich sehr einfach individuelle Entgiftungs- und Darmreinigungsdrinks für den täglichen Gebrauch mixen.

Warum Detox-Drinks am Morgen? Unser Körper nutzt insbesondere die Nachtstunden zur Entschlackung und Entgiftung. Dass die Nieren ganze Arbeit getan haben wird bei der Morgentoilette offensichtlich. Das es nicht schaden kann, noch vor dem Frühstück Wasser zu trinken und etwas Frühsport oder zumindest Dehnungsübungen zu machen, um die Entschlackung weiter zu unterstützen ist ebenfalls relativ einleuchtend.

Viele Menschen fühlen sich schon allein dadurch besser, dass sie das morgendliche Wassertrinken zu einer festen Routine machen.

Was könnte also besser sein, als den Körper morgens mit Wasser zu spülen? Die Antwort lautet: ihn mit sauberem Wasser zu spülen! Das ist leider keine Selbstverständlichkeit – im Gegenteil! Wir können das sauberste Wasser der Welt benutzen: es kommt sehr wahrscheinlich nicht sauber im Körper an!

Das Verdauungssystem ist auch an der Entschlackungsarbeit beteiligt: ich habe bereits im Vitalkost-Programm geschildert, dass insb. der Dünndarm ein wichtiges Ausscheidungsorgan ist. Weiterhin entsorgt die Leber ihre Abfälle über die Gallenflüssigkeit in den Dünndarm und auch der Magen scheint sich beispielsweise mit der Magensäure an der Entgiftung problematischer Stoffe beteiligt zu sein.

Morgens haben wir also die Produkte der nächtlichen Reinigungsarbeit im Verdauungssystem und tun sehr gut daran, zumindest erst einmal mit Wasser zu spülen, bevor wir etwas essen, (sonst würden die verbliebenen Schlacken mit der Nahrung wieder aufgenommen werden).

Anstatt jedoch die Schlacken einfach nur aufzuwirbeln, im Dickdarm zu konzentrieren und ggf. schon mit dem Wasser wieder aufzunehmen, können wir uns die Bindungsfähigkeit der gelartigen, löslichen Ballaststoffe und der tonartigen Mineralerden zunutze machen.

Am einfachsten mixt man ein paar Flohsamenschalen mit Wasser (maximal einen Teelöffel auf einen drittel bis halben Liter Wasser) und trinkt die Mischung noch bevor alles gequollen ist.

Das hat gleich mehrere positive Effekte:

  1. Die Flohsamen unterstützen durch ihre Quellfähigkeit die Peristaltik des Darms und fördern dadurch die Verdauungsaktivität und schonende Selbstreinigung des Darmes
  2.  Sie können Giftstoffe und evt. Ablagerung binden und bei der Ausscheidung helfen
  3.  Sie werden von förderlichen Bakterien abgebaut und tragen zur Gesundheit der Darmschleimhaut bei

Wir sollten deshalb auf einen hohen Anteil löslicher Ballaststoffe in der Ernährung achten. Allerdings macht es wenig Sinn, zu viele von den gelartigen Stoffe zu den normalen Mahlzeiten hinzuzufügen, da auch förderliche Mineralien und andere Bestandteile aus der Nahrung gebunden werden und die Wirksamkeit der Verdauungssäfte beeinträchtigt werden kann. Stattdessen sollten wir sie pur und direkt am Morgen – ggf. auch abends – aber immer auf leeren Magen einnehmen.

Es ist auch empfehlenswert, die Flohsamenschalen in einem kräftigen Mixer zu zerkleinern. In Apotheken gibt es auch Kapseln mit pulverisierten Flohsamenschalen, die sich erst im Magen auflösen und aufquellen: eine appetitliche Option, falls Ihnen die Drinks zu glibberig erscheinen.

Weitere interessante Zutaten für den Detox-Drink sind:

  • Pektin (gibt es bspw. als Apfelpektin in günstigen Abpackungen im Handel) Pektin wird auch zur Behandlung von Diabetikern eingesetzt und hat außerordentliches Bindepotential für Giftstoffe.
  • Mineralerde (füher auch als „Heilerde“ im Handel) und Bentonit (Blähton) sind mineralienreiche Sedimente, die alkalisierend wirken und ebenfalls eine hohe Bindefähigkeit für Toxine haben
  • Zeolith wirken wie Mineralerde, haben aber eine noch höhere Bindefähigkeit
  • Alginat das ist ein sehr starkes Gelierungs- und Bindemittel, dem die Bindefähigkeit von Aluminium nachgesagt wird (maximal eine Messerspitze auf ein großes Glas Wasser)
  •  Chlorella Mikroalge besitzt eine hohe Bindefähigkeit für Giftstoffe und provoziert die Lösung von Schwermetallen aus den Körperzellen
  • Aktivkohle reines Bindemittel für Giftstoffe fast aller Art – nur sinnvoll wenn keine Neigung zur Verstopfung – aber der Verdacht, dass zu viele Giftstoffe „aufgewirbelt“ werden, besteht
  • Symbiotische Bakterienpräparate in Pulverform oder flüssig (bspw. „Symbio-Lact“)

Die Gefahr bei den Getränken besteht darin, dass sie mit zu wenig Wasser eingenommen werden und dadurch dem Körper Wasser entziehen könnten oder sogar im Darm zu festen Massen abbinden und dadurch die Verdauung behindern bis zu schweren Komplikationen.

Um dieser Gefahr zu entgehen, sollten die Drinks in einem starken Mixer für mind. eine Minute gemixt werden, um den vollen Quelleffekt noch vor der Einnahme zu erreichen.

Der Drink sollte noch fließfähig sein, ansonsten muss er verdünnt werden, um Probleme auszuschließen.

Das Ergebnis mag nicht sonderlich appetitlich aussehen, aber es ist angenehm zu trinken. Zusammen mit Gewürzen wie Vanille oder Zimt wird es sogar lecker, auch Ingwer ist eine Würzoption. Zimt hat eine günstige Wirkung auf die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen. Wenn Sie morgens eine saure Note bevorzugen, können Sie auch mit der Zugabe von Zitronensaft oder Apfelessig experimentieren.

Sie sollten allerdings nichts hinzugeben, was „richtig“ verdaut werden müsste (wie Proteine, Stärke oder Fette). Ohne verdauungspflichtige Stoffe hat der Körper auch kaum Arbeit mit dem Drink – im Gegenteil: Die Masse es läuft geradezu durch, hydriert und beruhigt die Darmschleimhaut und spendet dem Körper Wasser während Schlacken und Gifte wie Schwermetalle und auch radioaktive Stoffe im Darm gebunden bleiben. Die Drinks beschleunigen nicht nur die Ausscheidung der Gifte selbst sondern auch des Darminhaltes vom Vortag. Letzteres hilft uns, dem Ziel einer zügigen Darmpassage innerhalb eines Tages näher zu kommen.

Durch die schnelle Passage können zugesetzte symbiotische Bakterien den gesamten Darm schneller erreichen und besiedeln (und werden nicht bereits im Magen angegriffen).

Bei all den Vorteilen gibt es natürlich auch potentielle Nachteile bzw. Risiken.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Blähungen (auch übel riechend). Sie werden durch die Lösung bzw. Offenlegung eventueller Ablagerungen im Darm und durch eine problematische Besiedlung verursacht. Diese Probleme sollten aber deutlich geringer sein als bei Darmreinigungskuren mit faserreichen Zubereitungen. Zur Abhilfe kann einfach die Dosis & Konzentration der Quellstoffe verringert werden, sprich der Drink kann flüssiger gemacht werden und der Anteil von Mineralerden gegenüber Ballaststoffen erhöht werden.

Testen Sie einfach Flohsamenschalen, Bentonit oder Pektin einzeln, um zu sehen, wie es ihnen bekommt. Selbst wenn die Zutaten relativ Geschmacksarm bis neutral sind, werden Sie nach ein paar Tagen möglicherweise eine Bestimmte Zutat oder Variante bevorzugen. Beobachten Sie Ihr Wohlbefinden – nach 2 Wochen sollte sich durchaus schon ein Effekt bemerkbar machen und selbst wenn Sie keinen besonderen Belebungseffekt spüren: schon allein wegen der Bindung von Schwermetallen und radioaktiven Isotopen lohnt sich das Prozedere auch langfristig.

Stefan KutterBesser als Wasser: die einfachste Detox-Routine

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